Kräuterlexikon
Brennnessel (Urtica dioica)
Das Wort Urtica leitet sich leitet sich vom lateinischen urere = brennen ab.
Verwendung in der Kulinarik
Die jungen Blätter sind als Beigabe zu Salaten besonders geeignet und
können im Allgemeinen wie Spinat verwendet werden. Die Blätter können auch in
den Teig von Gnocchi, Nudeln, Knödeln oder als Füllung für Ravioli
eingearbeitet werden.
Fuchsschwanz (Amaranthus retroflexus)
Der Fuchsschwanz stammt
aus Mittelamerika und wurde vor einigen Jahrhunderten nach Europa gebracht. Dieser
konnte sich allerdings nie richtig als Gemüse durchsetzen. Die Blätter des
Fuchsschwanzes sind sehr proteinhaltig (35%) In tropischen Gebieten stellen verschiedene
Fuchsschwanzarten die tägliche Nahrung dar und einige Sorten werden in einigen asiatischen
Ländern sogar großflächig angebaut. Viele Indianerstämme Amerikas ernähren sich
von den Blättern und Samen des Fuchschwanzes.
Verwendung in der Kulinarik
Die junge
Pflanze lässt sich gut zu Salat verarbeiten. Gekocht ist er eines der
schmackhaftesten Gemüse überhaupt. Probieren Sie es mal!
Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
Der Name Capsella
bedeutet „kleine Schachtel“. Die Frucht des Hirtentäschels erinnert an eine
kleine, an die typischen Taschen, der Hirten. So erklärt sich auch der Begriff Hirtentäschel.
Verwendung in der Kulinarik
Das Hirtentäschel erinnert etwas an Kohl. Sie können auch als Zutat zu Gemüsegerichten
verwendet werden. Einfach kurz über dem Dampf gegart, ein wahrer Genuss!
Löwenzahn (Taraxacum
sect. Ruderalia)
Der Löwenzahn ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen bis
zu 25 cm erreichen kann und in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Seine bis
zu 1-2 Meter lange Wurzel ist dunkelbraun bis schwarz. Die bis zu 30 cm langen Blätter sind unregelmäßig
stark gelappt und tief eingeschnitten.
Verwendung in der Kulinarik
Die gelben Blüten eignen sich zur Herstellung eines honigähnlichen Sirups oder eines Gelees als Brotaufstrich. Die jungen,
nur leicht bitter schmeckenden Blätter können als Salat
verarbeitet werden.
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Der Spitzwegerich wird auch Spießkraut
oder Lungenblattl genannt und gehört zur Familie der Wegerichgewächse.
Das Wort Wegerich entstammt dem Althochdeutschen
von wega = Weg und rih = König.
Verwendung
in der Kulinarik
Zur Herstellung von Teeaufgüssen wird
das Kraut getrocknet. Für Spitzwegerichsaft presst man die frischen Blätter
aus. Für Spitzwegerichsirup kocht man die Blätter und Blüten zusammen mit
Zucker und/oder Honig.
Breitwegerich
(Plantago major)
Der Breitwegerich gehört zur Familie der Wegerichgewächse.
Der Wegerich ist eine weit verbreitete Pflanzenart und wächst an Straßen,
Wegen, Plätzen, Weiden und Wiesen. Andere Bezeichnungen für diese Pflanzenart
sind: Breitblättriger Wegerich, Arnoglosse Großer Wegerich, Mausöhrle oder Ackerkraut.
Verwendung in der Kulinarik
Für Salate verwendet man die zarten
frischen Blätter. Die kräftigen Blätter dieses Wildkraut können Sie trocknen
und als Tee verwenden.
Huflattich (Tussilago farfara)
Der Huflattich ist die einzige Pflanzenart
der Gattung Tussilago aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Er gehört zu den ersten Frühjahrsblumen, dessen Blüten vor der Entwicklung der
Laubblätter erscheinen.
Verwendung in der Kulinarik
Diese Pflanze sollte nicht gewaschen werden, da sie sonst einen guten Teil
des heilsamen Schleimes verliert.
Die Blätterbesitzen mehr Wirkstoffe als
die Blüten, aus diesem Grund nutzt man bei der Teebereitung eine Mischung von
Blüten und Blättern. Huflattichblätter sind eine mineralreiche Gemüsebeigabe und können entweder
gedünstet als Gemüse verwendet oder Suppen beigemischt werden. In geringen
Mengen können junge Blätter auch in einen Wildkräutersalat geschnitten werden.
Die getrockneten Blätter können auch verbrannt werden und die Asche als
Salzersatz genutzt werden. Aufgepasst: Große Mengen
können möglicherweise die Leber schädigen.
Gänseblümchen (Bellis
perennis),
Das Gänseblümchen ist eine Pflanzenart
aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Da es auf fast jeder Rasenfläche wächst, zählt es zu den bekanntesten
Pflanzenarten Mitteleuropas.
Verwendung in der
Kulinarik
Das Gänseblümchen kann vielfältig in der Küche verwendet werden. Beliebt sind die
Blütenköpfchen im Salat.
Nicht nur die Blüten dienen als Salat. Auch die jungen Gänseblümchenblätter werden
gerne Salaten beigegeben. Wussten Sie schon, das die Blütenköpchen auch als
Kapernersatz dienen kann? Dazu lässt man 150g Gänseblümchenknospen in 250 ml Estragonessig und einer
Prise Salz kurz aufkochen und füllt sie dann in warme gut verschlossene Gläser.
Nach 10-12 Tagen kann man diese als Gänseblümchen-Kapern verwenden.
Veilchen
(Viola)
Veilchen sind eine Gattung der Familie der Veilchengewächse
(Violaceae).Die Gattung umfasst ca. 500 Arten
und die artenreichsten Zentren liegen in Nordamerika, den Anden und Japan.
Verwendung in der Kulinarik
Die Blüten werden als Dekoration an Frühlingssalaten
genutzt. Man kann diese auch in Eiweiß tauchen, mit Puderzucker bestreuen und
im Backofen erhitzen. Hiermit lassen sie sich als süße Köstlichkeit aufheben.
Tipp: Frieren Sie im Sommer die Veilchen in Würfel ein und verzieren Sie somit
ihr Getränk.
Wildpimpinelle (Sanguisorba
minor)
Die Pimpinelle gehört zur Familie der Rosengewächse und der Name stammt vom lateinischen
Namen sanguisorba = blutstillend.
Verwendung in der Kulinarik
Die Pimpinelle wird als Salatpflanze und Würzkraut verwendet. Besonders im Winter ist diese immergrüne Staude
eine geeignete Salatzutat. Die Blätter können an Soßen, oder Frischkäsezubereitungen
gegeben werden.
Schafsgarbe
(Achillea)
Die Schafgarben sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Ihr Name Achillea leitet sich von dem griechischen Helden Achilles
ab, der mit dieser Pflanze seine Wunden behandelt hat.
Verwendung in der Kulinarik
Die jungen Blätter sind in Salaten oder im Kräuterquark besonders geeignet.
Taubnessel (Lamium)
Die Taubnesseln sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Verwendung in der Kulinarik
Die Taubnesselpflanze schmeckt besonders gut und wird oft als vitaminreiches
Wildgemüse zum Salat hinzugefügt. Gedünstet sind die Taubnessel Pflanzen auch
eine leckere Gemüsebeilage.
Waldmeister (Galium odoratum)
Der Waldmeister ist eine Pflanzenart
der Gattung der Labkräuter (Galium) und
besitzt borstige Früchte, sehr schmale
Blätter und weißen Blüten.
Verwendung in der Kulinarik
Waldmeister ist eine Würzpflanze und wird zur Herstellung der klassischen Waldmeisterbowle
verwendet. Auch Berliner
Weiße wird gerne mit Waldmeistersirup verfeinert. Die Triebe werden vor
der Blüte geerntet, da sonst der Cumaringehalt zu hoch ist. Dieser ist in
größeren Mengen gesundheitsgefährdend.
Liebstöckl (Levisticum officinale)
Liebstöckel,
auch Maggikraut genannt, ist eine Pflanzenart
der Gattung Levisticum aus der Familie der Doldenblütler. Die
Bezeichnung Maggikraut entstand aufgrund der Geschmacksähnlichkeit der Maggi Würze mit
Liebstöckel
Verwendung in der Kulinarik
Die Blätter des Liebstöckels finden Verwendung zum Würzen von Salaten oder Suppen Der Geschmack erinnert an den von Sellerie. Falls Sie die Blätter einfrieren möchten, wird
dieser einen Teil seines Aromas verlieren. Die Wurzel und auch die Samen sind gleichfalls aromatisch, werden aber eher in der Pflanzenheilkunde verwendet.
Wiesen-Schaumkraut (Cardamine
pratensis)
Das Wiesen-Schaumkraut ist ein Verwandter der
Kresse. Der Name leitet sich vom griechischen Wort Kardamon ab und ist sehr
reich an Vitamin C.
Verwendung in der
Kulinarik
Man gibt die frischen Blätter gehackt zu Salaten dazu oder verwendet diese auch
als Gewürz. Besonders delikat sind die Blüten, die jeder Speise ein gutes Aroma
geben.
Bärlauch (Allium ursinum)
Der
Bärlauch ist eine Pflanzenart
aus der Gattung Allium
und somit verwandt mit Schnittlauch,
Zwiebel und Knoblauch. Die in Europa
und Teilen Asiens vor allem in Wäldern verbreitete Pflanzenart ist ein
geschätztes Wildgemüse.
Verwendung in der Kulinarik
Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze
ist komplett essbar, genutzt werden in der Küche aber vorwiegend die Blätter
als Gewürz.
Quelle: Wikipedia

